Verpaarungen


Bei der Planung einer Verpaarung hat die Lebensqualität der zukünftigen Welpen  Vorrang.

Niemals würde ich einen Zuchthund – Rüde oder Hündin  -  mit HD C verwenden. Ich habe es auch in den vergangenen 30 Jahren nie getan.

Es gibt viele Krankheiten, von denen wir oft nicht wissen, ob sich die eine oder andere verdeckt einschleicht. Also muss ich eine schmerzhafte Krankheit wie Hüftgelenksdysplasie (HD) nicht auch noch bewusst einschleppen!

Lebensqualität der zukünftigen Welpen, ein simples Beispiel:

Ein Rüde hat dunkle Augen; aber die Augenlider sind lose. Ein Anderer hat helle Augen, doch  sie sind wunderschön mandelförmig und vor allem straff. Ich wähle den straffen Helläugigen, weil helle Augen nicht weh tun. Lose Augenlider hingegen können schmerzhafte Probleme machen. Es gäbe noch unzählige Beispiele auf was ich achte und was ich wissen MUSS über Vorfahren, doch das erspare ich ihnen!

Ein rassetypischer Charakter, ein wohlgeformter Körperbau mit entsprechenden Extremitäten, die ein schönes Gangwerk mit viel Schub ergeben, ist für mich extrem wichtig, das A und O ! Natürlich muss unbedingt auch der Inzucht-Koeffizient einer Verpaarung berücksichtigt werden!

Wenn ich die Gene einer winzigen Linie, die am Aussterben ist, erhalten kann, dann tue ich alles dafür. Dann fahre ich sogar gegen den Rat meines Tierarztes zu einem fast 12 jährigen unbekannten Rüden, der noch nie vorher gedeckt hat. Ich riskiere diese beschwerliche Autofahrt durch den Schnee verwehten  Februar-Winter über die Ardennen ins „Flache Land“.


Aus dieser Verpaarung gab es zwei ganz geniale Pudel: FABEL-FEERIE und FAVOR-FURIANT. Beide waren in der Zucht  und gaben die enorme Vitalität ihres Vaters weiter.


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