Aufzucht


Nach lang jaehriger Erfahrung/Beobachtung habe ich fuer mich eine neue Erkenntnis gewonnen:

bin der Ueberzeugung, dass der Start ins Leben und die Qualitaet der Aufzucht beim Zuechter genau so wichtig sind wie die Genetik!


Freue mich, wenn diese Behauptung Anlass zu Diskussionen und Rueckmeldungen gibt!


Obwohl in allen Fachzeitschriften immer wieder betont wird, wie wichtig es ist, den Welpen einen guten Start fuer ihr zukuenftiges, hoffentlich langes Leben mit zu geben, wird die gute und sehr aufwaendige Arbeit des Zuechters nach wie vor unterschaetzt.

Die Quelle der Freude-Welpen kommen in einer Wurfkiste, die in meinem Wohn-und Essraum steht, zur Welt. So hoere ich jederzeit die Geraeusche, was sich in der Kiste tut und die Mutterhuendin hat die Gewissheit, dass ich in ihrer Naehe bin. Auch geniesse ich jeweils die Harmonie und Einheit des Nestes.

Selbstverstaendlich werden die Welpen taeglich gewogen. Alles wird sorgfaeltig notiert: der Biotonus unmittelbar nach der Geburt, die Gewichtszunahmen, die Zeiten wann und wie lange gesaeugt wird, an welchem Lebenstag die Geburtsgewichte verdoppelt und verdreifacht werden, saemtliche Fortschritte, z.B. wann die Aeuglein sich oeffnen, die ersten Zaehne durchbrechen, die ersten Kontaktaufnahmen unter den Welpen statt finden u.s.w.

Seltsamerweise hat sich trotz meiner grossen Erfahrung keine Routine eingeschlichen. Immer wieder versuche ich, den Welpen ab der 2. Lebenswoche neue und andere Stimuli zu geben. Denn man weiss heute, dass sich die eine Hirnhaelfte, der Parasympathikus, ("Wohlfuelhirn") zwischen der 3.und 5. Lebenswoche bereits voll ausbildet. Erst danach bildet sich die andere Haelfte, der Sympathikus, (für Emotionen zustaendig) aus und ist im Alter von 7 Wochen abgeschlossen. Fazit: die positive Praegung muss extrem frueh beginnen!

Wenn die Welpen 3 1/2 bis 4 Wochen alt sind, kommen sie in ihr Welpenzimmer, hier im Haus integriert. Jetzt beginnen sie mit Riesenschritten die Welt zu erobern! Den Welpenspielplatz draussen mit all seinen Geraeten und Geraeuschen, die anderen Hunde hier, den kleinen Kanal und den Teich und vieles mehr. In der selben Zeit lernen sie auf ihren Namen zu reagieren. Natuerlich muessen sie auch mit dem Haushaltlaerm (Staubsauger etc..) frueh vertraut gemacht werden. Dann, mit ca 5 Wochen die erste Autofahrt, bald danach, wenn sie ihren Namen schon gut kennen, kommt der erste Ausflug in den Wald, dann auf die Felder. Eine grosse Freude fuer uns alle ist es, wenn ich die kleine Schar rufe und die Welpen angesaust kommen! Nicht zu vergessen, der viele Besuch von grossen und kleinen Menschen!